Newsletter Sachsen-Anhalt 

Liebe WABEOs,

WABEO & Co in Sachsen-Anhalt

Nachberichterstattung zur Wahlbeobachtung

Heiter bis wolkig -
der WABEO-"Wetterbericht"

Die Rückmeldungen der Wahlbeobachter von ihrem Erleben vor Ort sind wie der Titel es schon sagt: Einige haben sehr kooperative Wahlvorstände erlebt, nachdem das erste Eis gebrochen war. Andere wiederum wurden eher als Störfaktor wahrgenommen. Meldungen bei der Hotline, darüber, dass ein Wabeo des Wahlbezirk verwiesen oder eine Beobachtung verweigert wurde, blieben zum Glück aus.

Ein Muster jedoch scheint erkennbar zu sein: In Briefwahlbezirken agieren so gut wie ausschließlich Angestellte aus der Verwaltung als Wahlvorstände. Sie handeln gegenüber Wahlbeobachtern sehr verhalten. Man könnte auch sagen, dass sie eher einen Verwaltungsakt vollziehen und darauf bedacht sind, nichts an die Öffentlichkeit dringen zu lassen. Dem gegenüber stehen die Urnenwahlbezirke, wo ein Wahlvorstand sogar explizit darauf geachtet hat, dass die Beobachter alles gut hören und notieren konnten.

Außer WABEO hatte auch eine aus den Reihen der AfD entstandene Organisation zur Wahlbeobachtung aufgerufen, die sich "Ein Prozent" nennt. WABEO konnte ausmachen, dass die Freiwilligen von Ein Prozent inzwischen genauer hinzuschauen, als in den letzten Jahren. Es hat sich offensichtlich herumgesprochen, dass Wahlbeobachtung erst dann Wirkung zeigen kann, wenn man weiß, wo der Hase im Pfeffer liegt. WABEO begrüßt das sehr.

Wie gesagt gab es in unserer Hotline keine Meldungen zu Rausschmissen. Damit das auch so bleibt hier für MV und BER nochmal die Erinnerung: Wir beobachten nur. Wie setzen nichts durch. Wer sich traut, erinnert freundlich an die Rechte, die Wahlbeobachter haben. Mehr nicht. 

Wir danken allen Wabeos, die dabei waren, für ihren Einsatz!

Datenauswertung? Läuft

Bereits am Wahlabend hatte Stephanie neben der Betreuung der Hotline eine Auswertung der Rohdaten erstellt. Darin werden sieben wichtige Befunde unter die Lupe genommen, unter anderem  der Effekt der Briefwahl, die in Sachsen-Anhalt bei 27% lag. Mache Dir gerne ein eigenes Bild von den Fakten.

Außerdem hat ein "Wahlbeobachter" aus der Ferne unsere Daten genutzt, um seine eigenen Analysen zu erstellen. WABEO erreicht damit auch über die eigene Gemeinschaft hinaus Bedeutung. Mit "unsere Daten" sind die Daten gemeint, die WABEO automatisiert bei der Landeswahlleitung abgerufen und ausgewertet  hat. Die Daten liegen für jeden Daten-Freund und interessierten -Analysten öffentlich zugänglich auf dem WABEO-Server.

Gerne begrüßen wir weitere Daten verliebte Spezialisten in unserem Analyse-Team. Melde dich gerne unter kontakt@wabeo.org, wenn Du dabei sein möchtest.

WABEO wird gehört - und gesehen!

Nachdem Stephanie im Kontrafunk ein Interview gegeben hatte, steigt die Aufmerksamkeit gegenüber unserer Bewegung für Wahlbeobachtung und Demokratie. Am Wahlabend war sie erneut im Kontrafunk zu hören (ab min 04:26:15). Es folgten weitere Interview-Anfragen, die nun in den nächsten Tagen und noch vor den Wahlen von Mecklenburg-Vorpommern und Berlin verwirklicht werden sollen. Wir halten Dich auf dem Laufenden, wenn sie konkret geworden sind. An dieser Stelle verraten wir nur eines: Es handelt sich nicht um ARD und ZDF, die hier Interesse gezeigt haben ...


Gerne weisen wir auf die Diskussion in der Telegram-Gruppe hin, wo Wabeos sich auch zu Sachsen-Anhalt austauschen.

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